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Belohnung im zehnten Versuch

 
 
aus der AZ von Martin Gebhard

FORTUNA MOMBACH Absteiger feiert gegen den FSV Schifferstadt seinen ersten Saisonsieg in der Landesliga

MOMBACH - Nun darf endlich gejubelt werden: Fußball-Landesligist FC Fortuna Mombach, abgestiegen aus der Verbandsliga, hat am zehnten Spieltag den ersten Dreier gefeiert. Gleichzeitig verließ die Mannschaft von Trainer Oliver Schmitt nach dem 4:1 (1:0)-Heimsieg über den Tabellenneunten FSV Schifferstadt den Platz ganz am Tabellenende.

„Glückwunsch“, rief Schmitt seinen Spielern nach dem Schlusspfiff zu: „Das war eine starke Leistung von jedem. Ich glaube, jetzt sind wir in der Liga angekommen.“ Schon in den vergangenen Wochen habe der Fortuna-Coach von den Seinen gute Leistungen gesehen. „Aber jetzt haben wir uns endlich belohnt.“ Dass die Seinen vor allem in der ersten Halbzeit gleich reihenweise Hochkaräter versiebten: Schwamm drüber. „Ich habe keine Schwachstelle gesehen“, lächelte der 32-Jährige wohlwollend.

In der Tat: Die Platzherren dominierten das Spiel vor rund 80 Zuschauern fast über die gesamte Spielzeit. Vor allem in den ersten 45 Spielminuten als die Rhein-Pfälzer fast gar nicht stattfanden. Verdienter Lohn: ein satter Schuss von Verteidiger Joseph Meier unter die Latte der Gäste zum hoch verdienten 1:0 (45.).

Nach Wiederbeginn agierten die Gäste gefährlicher und erarbeiteten sich den zwischenzeitlichen Ausgleich durch den eingewechselten Stürmer Kai Ringelspacher, dessen abgefälschter Schuss unhaltbar im Gehäuse einschlug (50.).

Aber die Fortuna ließ sich nicht beirren und riss die Partie endgültig an sich. Große Kampfbereitschaft, hohes Laufpensum und feine Kombinationen sorgten schließlich – bei weiteren vergebenen Hochkarätern – für drei weitere Treffer von Angreifer Felix Zaucker nach feinem Steilpass (56.), Egzon Sula nach unwiderstehlichem Solo (77.) und Stürmer Pascal Kalbfuß nach feiner Ballstafette (87.).

Fortuna Mombach: Rudolph – Debus, Nungesser, Meier, Frey – Szulc (87. Steinmetz), Mavric, Quint, Sula (84. Hiyama) – Kalbfuß, Zaucker (80. Schmuck).

Unsere 2. ist an diesem Wochenende spielfrei

 

Fortuna Mombach – FSV Schifferstadt (Sonntag, 15 Uhr): Trotz fünf Pleiten in Serie gibt sich Fortuna-Trainer Oliver Schmitt positiv. Er sagt: „Wir sind nicht die einzige Mannschaft, die mal in Rülzheim verliert.“ Sein Team hätte die Partie (1:3) sogar lange offengehalten und insgesamt ein gutes Spiel gemacht. Als nächstes steht erfreulicherweise wieder ein Heimspiel an: „Wir haben hier gute Leistungen gezeigt, im letzten Spiel auch lange geführt.“ Dementsprechend mutig will er seine Elf einstellen. Er spricht von kontrollierter Offensive: „Wir wollen ab dem Anpfiff Druck erzeugen. Jeder Spieler darf mit nach vorne.“ Abgesehen von zwei Langzeitverletzten ist der gesamte Kader einsatzbereit. (luks)

Unsere 2. verlor bei Vorwärts Orient mit 6:2. Tore: Schimmer und Kattoussi

 

Fortuna verliert 1:3 in Rülzheim

RÜLZHEIM - (br). Einige Minuten lang hatte Oliver Schmitt ein richtig gutes Gefühl. Der von ihm trainierte Fußball-Landesligist Fortuna Mombach war auf einem guten Wege, dem Spitzenteam SV Rülzheim Punkte abzuknöpfen. Die Fortunen hatten einen Rückstand wettgemacht und sich zwischen der 25. und 35. Minuten mehrere Eckbälle erspielt. Doch dann gestatteten sie den Gastgebern noch vor der Pause einen Doppelpack, und verließen den Platz mit einer 1:3 (1:3)-Niederliga. Zweimal Carsten Lutz (8., 39.) und einmal Daniel Geiger (43.) hatten für den SV getroffen, Pascal Kalbfuß auf Vorarbeit von Denis Mavric zwischenzeitlich ausgeglichen (24.). Fortuna-Keeper Alexander Rudolph hielt noch einen Strafstoß (50.).

Schmitt ärgerte, dass das vorentscheidende 1:2 wieder einmal nach einem Freistoß fiel. „Wir machen zu viele blöde Fouls“, schimpfte er. Gleichzeitig lobte er sein Team für eine starke Leistung nach der Pause, bei der nur die Chancenverwertung nicht stimmte.

Fortuna Mombach: Rudolph – Steinmetz (46. Debus), Meier, Nungesser, Yesilyurt (85. Omokaro) – Frey, Mavric, Quint, Hiyama – Siewe, Kalbfuß (59. Schmuck).

Unsere 2. spielt am Sonntag um 15:00 bei Vorwärts Orient

aus der AZ Mainz

SV Rülzheim – Fortuna Mombach (So., 15 Uhr): Die Fortunen brauchen dringend ein Erfolgserlebnis. Als Schlusslicht darf der Klub nicht völlig die Perspektive auf das rettende Ufer verlieren. Sonst nützen auch spielerisch sehr ordentliche Auftritte wie zuletzt gegen Marienborn (0:3) ohne Punkte nur wenig. Das kommende Gastspiel in Rülzheim ist aber eine echte Mammutaufgabe. Fortuna-Trainer Oliver Schmitt lässt keine Ausreden gelten: „Wenn wir gegen die Kleinen verlieren, müssen wir halt gegen die Großen was holen.“ Was das heißt, wird sich zeigen. Mindestens ein Punkt wäre für ihn schon ein Fortschritt. (luks)

Unsere 2 ging wieder mal mit knapper Besetzung in Zornheim mit 1:9 unter.

Hier der Spielbericht der 1.aus der AZ Mainz:

 

Mombach spielt, Marienborn trifft

Von Torben Schröder

LANDESLIGA Das Cakici-Team tut sich lange schwer, entscheidet das Derby gegen Schlusslicht Fortuna aber 3:0 für sich

MARIENBORN - Die einen sind punktgleich mit dem Ersten, die anderen Tabellenletzter. Und genau das sah man beim Landesliga-Derby zwischen der TuS Marienborn und Fortuna Mombach. Nicht, weil die Platzherren deutlich überlegen gewesen wären, vielmehr war der Absteiger aus dem Mainzer Norden das bissigere und auch gefährlichere Team. Doch dann passierte, was eben so passiert, wenn die einen einen Lauf und die anderen das Pech an den Stiefeln haben: Andreas Klappers Freistoß prallte vom Innenpfosten ins Netz (63.), Tarek Schwiderskis Pfostenschuss prallte zu Klapper, der abstaubte (72.), und dann ließ Alexander Rudolph auch noch einen haltbaren Distanzschuss von Etienne Portmann durchrutschen (84.).

So steht am Ende ein 3:0 (0:0)-Sieg des Aufsteigers. „Die zwei klaren Chancen hatte vor dem 1:0 Mombach“, räumte TuS-Trainer Ali Cakici ein, „sie wurden unter Wert geschlagen, waren ein gut eingestellter Gegner.“ Die Fortuna wirkte geschlossen, bissig, hungrig.

Nach einem Gegenstoß legte Samuel Omokaro in guter Schussposition quer auf Pascal Kalbfuß, der im direkten Duell mit Timon Hammer scheiterte (43.). Cedric Siewe Nana spurtete vom Flügel Richtung Tor, doch der TuS-Torhüter zog blitzschnell die Fäuste hoch (49.). „Dieses Ergebnis tut einfach weh“, sagte Mombachs Co-Trainer Felix Zaucker, „wir haben gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Rausgespielt hat der Gegner sich über 90 Minuten keine Chancen. Von den Spielanteilen her war es ein verdienter Sieg, aber die besseren rausgespielten Torchancen hatten wir.“ Die Fortuna war deutlich besser gestartet, brachte eine Reihe verheißungsvoller Gelegenheiten aber nicht zu Ende. Die TuS fand lange keinen Schlüssel zur Partie, einzig Portmanns Versuche aus der Distanz erzeugten etwas Gefahr (35., 42., 61.).

Eine Stunde lang wäre eine Fortuna-Führung verdient gewesen. „Uns hat die Geduld gefehlt, dadurch haben wir ihnen in die Karten gespielt. Nach dem 1:0 haben wir es besser ausgespielt“, resümierte Cakici. „Wir stehen mit leeren Händen da und wissen eigentlich nicht warum“, schüttelte Zaucker den Kopf. Zu allem Überfluss flog Tobias Schneider nach dem 0:2 vom Feld. Er habe, so der Fortuna-Keeper, nachdem er vorher beleidigt worden sei, Richtung Zuschauer „Halt die Fresse“ gesagt. Wenn man unten steht, läuft eben alles schief.