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aus der AZ Mainz

Das vorgezogene Endspiel

Von Clara Mohr

LANDESLIGA Durch einen Sieg gegen Horchheim könnte Mombach mit dem Nachbarn im Keller gleichziehen

MOMBACH - Es wird die Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt für Fortuna Mombach sein. Beim direkten Duell der Tabellennachbarn auf der Bezirkssportanlage am Mittwochabend (19 Uhr) gegen den SV Horchheim geht es darum, mit dem Kontrahenten nach Punkten gleichzuziehen. Bei einer Niederlage ist der Abstieg in die Bezirksliga kaum noch zu verhindern. Die Wichtigkeit des Spiels hört man auch bei Fortuna-Trainer Oliver Schmitt heraus: „Wir müssen gewinnen. Wenn wir verlieren, sieht es für uns sehr düster aus.“ Gewinnen sie, wird das Ziel sein, den 14. Tabellenplatz der Landesliga Ost zu halten. Selbst dann muss Mombach hoffen, dass lediglich zwei Mannschaften absteigen müssen.

„Nach der Niederlage am vergangenen Sonntag gegen Schifferstadt war die Mannschaft erstmal niedergeschlagen. Jetzt ist die Stimmung wieder völlig okay, im Training machen wir Späße und haben unserem Kapitän Marcus Nungesser ein Geburtstagsständchen gesungen.“ sagt Schmitt. Gegen Horchheim soll sich seine Mannschaft nun von der ersten Halbzeit an von ihrer guten Seite zeigen und die zuletzt eher schlechte Qualität im Torabschluss steigern. „Die Chancen sind da, jetzt müssen wir hoffen, dass die Stürmer einen guten Tag haben und die Buden machen“, sagt Schmitt.

Am Mittwoch um 19:00 kommt es zum voraussichtlichen Abstiegsderby gegen den SV Horchheim.

Beim FSV Schifferstadt wurde 2:1 (1:0) verloren. Tor: Mavric

Die 2. Mannschaft war spielfrei.

Mombach lässt Chance liegen

Landesligist unterliegt harmlosen Schifferstädtern +++ Mittwoch gegen Horchheim

Schifferstadt. Jetzt kommt das Endspiel. „Wir hätten hier mindestens einen Punkt mitnehmen müssen“, sagte Oliver Schmitt, Trainer des FC Fortuna Mombach. Doch sein Team verpasste beim harmlos spielenden FSV Schifferstadt die Punkte und unterlag 1:2 (0:1). Am Mittwoch kommt der SV Horchheim nach Mombach. Der Verlierer jener Partie, schlittert akut der Bezirksliga entgegen.


Auf einmal spielten die Gastgeber Fußball: Es war die 26. Minute, als die Fortuna-Abwehr vom One-Touch-Spiel Schifferstadts überrascht wurde. „Sonst haben sie nie mit so viel Tempo gespielt“, sagte Schmitt und sah das 0:1. „Da waren wir nicht auf der Höhe.“ Schmitt ging verbal sogar noch weiter: „Die erste Halbzeit war eine absolute Frechheit von uns.“Tor-Möglichkeiten im Fünf-Minuten-Takt,

Der Trainer stellte in der Halbzeit auf zwei Sturmspitzen um und tatsächlich erkannten die Mombacher, welche Chance sich bot. Samuel Omokaro Eshaso hatte in der 49. Minute die Möglichkeit zum Ausgleich, ehe am Ende eines Konters Schifferstadt jedoch auf 2:0 erhöhte (53.) – die Innenverteidigung spekulierte auf Abseits, Torwart Tobias Schneider wurde überlupft. „Dann waren wir ständig im Strafraum“, berichtete Schmitt. Im Fünf-Minuten-Takt ergaben sich Gelegenheiten für die freistehenden Pascal Kalbfuß, Takeru Hiyama und Denis Mavric. Mavric war es auch, der per Handelfmeter verkürzte (87.) und in der Nachspielzeit die größte Chance aus sechs Metern vergab, als er am Torhüter scheiterte. „Wenn wir das machen, rennen wir aufs Feld und freuen uns über den Punkt“, sagte Oliver Schmitt. Doch stattdessen wartet nun das Endspiel.

Landesligist Fortuna Mombach verliert 1:2 gegen Rülzheim und rutscht auf vorletzten Platz ab

 
 aus der AZ von Clara Mohr

MOMBACH - Vor der Partie gegen den Tabellendritten SV Rülzheim schworen sich die Spieler von Fortuna Mombach noch einmal auf das schwierige Heimspiel ein. Von Beginn an war klar, dass sich die Landesliga-Fußballer einiges vorgenommen haben, um in der Tabelle nicht noch weiter abzurutschen.

Mindestens ein Punkt sollte her und mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 in der 72. Minute wurde es tatsächlich noch einmal spannend. Der eingewechselte Samuel Omokaro Eshaso köpfte über den Rülzheimer Verteidiger, sodass der ebenfalls neu ins Spiel gekommene Dominik Szulc den Ball im gegnerischen Tor versenken konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Fortuna gut damit gefahren, tiefer zu stehen – doch richtige Chancen in der Offensive blieben Mangelware.

Die Mannschaft stand zwar sicher in der Abwehr, trotzdem gelang es den Rülzheimern immer wieder, gute Chancen herauszuspielen. André Nenning und Jesper Brechtel verwerteten zwei davon zur Führung (37./52.). Dass die Gäste es oft in den Mombacher Strafraum schafften, zeigte sich auch an den vielen Eckstößen, die die Rülzheimer herausspielten.

„Wir waren taktisch gut auf den Gegner eingestellt und sind trotz Rückstand wieder in die Partie zurückgekommen. Das war eine Riesenaktion von der Mannschaft“, lobte Mombachs Trainer Oliver Schmitt nach der knappen Niederlage. Vor allem die letzten 20 Minuten waren geprägt von Chancen auf beiden Seiten. Die Mombacher konnten am Ende jedoch auch kein Kapital mehr daraus schlagen, dass die Rülzheimer nach der Gelb-Roten Karte für Andelo Srzentic ab der 90. Minute in Unterzahl agierten. „Die Chancen waren da. Spielen wir öfter so konzentriert, bleiben wir in der Liga“, sagte Schmitt. In der Tabelle sieht das derzeit etwas anders aus: Weil Horchheim 5:1 gegen Bodenheim gewann, ist die Fortuna auf den vorletzten Platz abgerutscht.

6:1! Marienborner Offensivstärke zu viel für Fortuna Mombach

 
 asu der AZ von Carsten Zillmann

MOMBACH - Die Spieler von Fortuna Mombach wirkten am Ende niedergeschlagen. Eine deutliche Heimniederlage macht keinen Spaß – vor allem wenn man derart chancenlos ist. 6:1 (4:1) setzte sich der Wieder-Spitzenreiter der Landesliga, die TuS Marienborn, im Derby durch. Eine Erkenntnis wird den Mombachern aber Trost spenden: Gegen eine TuS in dieser Tagesform gibt es praktisch keine Mittel.

Fortuna-Coach Oliver Schmidt hatte seinen Jungs ein hohes Pressing verordnet, damit die Kombinations-Maschinerie der Gäste nicht anlaufen kann. Sie brauchte aber nur zwei Minuten, um hochzudrehen. Dennis Ritz spielte quer auf Etienne Portmann, der verfehlte das leere Gehäuse. Nur zwei Minuten später der nächste Angriff. Linksverteidiger Lukas Harden überlief Ritz und fand an der Strafraumgrenze den nachrückenden Moritz Freisler. Der Mittelfeldspieler klatsche die Kugel mit der Innenseite ins Tornetz.

Eins-gegen-Eins-Situationen nicht zu verteidigen

Mombach schien sich kurz zu fangen, doch die Problematik blieb gleich. Marienborn kombinierte sich aus dem Druck heraus. Mateo Trapp fand Ritz auf der linken Außenbahn zweimal mit diagonalen Anspielen. Zunächst scheiterte der Kapitän (16.). Im zweiten Anlauf netzte er zum 2:0 (18.) ein. Hauptproblem: Das zahnlose – oder besser von Marienborn entzahnte – Pressing zwang die Mombacher Viererkette immer wieder in Eins-gegen-Eins-Duelle mit Ritz und Co. „Das ist dann kaum noch zu verteidigen“, sagte Schmidt, und räumte ein: „Wir haben gedacht, wir könnten sie hoch anlaufen. Das war ein Fehler.“

Vorm 3:0 war es wieder Ritz, der Nick Debus unter Druck setzte und für das Engagement belohnt wurde. Der Ball sprang zu Frank Berninger: Querpass zu Andreas Klapper, Tor (18.). Dann schaltete die TuS in den Kombinationsmodus. Ellenlange Passstaffetten bis Trainer Ali Kayhan Cakici brüllte: „Jetzt steil!“ Portmann chippte zu Berninger (34.). Der Rest war Formsache. Den einzigen wirklichen Schnitzer leistete sich dann ebenfalls Portmann. Seinen Ballverlust nutzte Felix Zaucker, um Takeru Hiyama das 1:4 aufzulegen (40.).

Zweite Hälfte: Ergebnis statt Erlebnis

Nach der Pause verlor die Partie ihre Dynamik. Mombach setzte tiefer stehend auf Schadensbegrenzung. Marienborn auf Ballbesitz entgegen dem Klubmotto „Erlebnis, statt Ergebnis“. Die Platzherren deuteten mit Hiyama und Joker Samuel Omokara ihre Konterstärker an. Ritz (77.) und Nermin Fakovic (90.) schraubten den Endstand auf 6:1. „Für uns hat sich jetzt nichts geändert“, sagte Schmidt nach der Partie. „In einer Woche geht es wieder bei 0:0 los. Dann müssen wir Punkte holen.“

Fortuna Mombach: Atashkar – Debus, Meier, Janke, Frey – Szulc (63. Greiner), Sula (46. Mavric), Trost, Hiyama – Zaucker (46. Omokara Eshaso), Kalbfuß.