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Mombacher Wochenmarkt

Große Bühne für die Amateure

Allstars können 05ern lange Paroli bieten +++ Viele Fans strömen in den Bruchweg oder verfolgen das Spiel im Livestream +++ Rouven Schröder: "Heute ging es um die Fußballer aus der Region"

Mainz. Am Ende war es das große Fußballfest, das sich alle Beteiligten gewünscht hatten. Nach dem Abpfiff  saßen die Allstars um die Trainerbank verteilt, überglücklich über die einmalige Chance, grade gegen einen echten Bundesligisten gespielt zu haben. Vor allem in der ersten Hälfte konnten die FuPa Allstars Rheinhessen überraschen, man hielt bis zum ersten Gegentor in der 35. Minute lange mit. So entwickelte sich ein richtiges Fußballspiel. Das hätten wohl nur die wenigsten der 1265 Zuschauer für möglich gehalten.



Ungläubiges Raunen, lautstarke Fangesänge und das alles im altehrwürdigen Bruchwegstadion. 05-Sportvorstand Rouven Schröder kam bei der einzigartigen Kulisse sofort ins Schwärmen: "Heute geht es ja auch um die Fußballer aus der Region, die tolle Leistungen zeigen, zurecht gewählt wurden und sich hier präsentieren dürfen. Auf so einem Rasen zu spielen, in so einem traditionsreichen Stadion, das ist etwas ganz Besonderes."

Eine bärenstarke erste Hälfte

Bei herrlichem Fußballwetter kamen die Amateurspieler von Trainer Nelson Rodrigues sogar selbst zu einigen Torabschlüssen. Bei der ersten eigenen Chance durch Oliver Schmitt (FC Fortuna Mombach) hallen "Oli-Oli"-Sprechchöre über die Haupttribüne des Bruchwegs. Die Teilnahme hatte sich für den Spielertrainer des FC Fortuna Mombach gelohnt, er hatte für das Allstar-Game extra seinen Urlaub verschoben.

https://cdn.fupa.net/news/jpeg/1200x800/QlO7gRiJVxAylZ7HrBqcsBtA4bP67oFME3b7i8nH 2x"> Jeder Spieler hatte Freunde und Familie dabei. Hier die Fans von Kultstürmer Oliver Schmitt.

Jeder Spieler hatte Freunde und Familie dabei. Hier die Fans von Kultstürmer Oliver Schmitt. Foto: Klein

Jeder weitere Torabschluss der Amateure, die über eine Onlineabstimmung gewählt wurden, wurde lautstark bejubelt. Als dann Serdal Günes (Hassia Bingen) wenig später einen Freistoß aus knapp 25 Metern gefährlich aufs Tor bringt und 05-Keeper Robin Zentner sich lang machen muss, um den Ball um das Tor zu lenken, wird es richtig laut. Der Charme früherer Bundesligaspiele liegt in der Luft, zumindest was die Stimmung auf der Haupttribüne anbelangt. Wenig später fällt Norman Loos im Strafraum. Es hätte der 1:1-Ausgleich vom Punkt werden können. Doch der Elfmeter wird nicht gegeben. Der Offensivallrounder vom VfB Bodenheim gibt nach dem Spiel zwinkernd zu: "Klar wollte ich den haben. Ich sage mal so, in der Verbandsliga wäre der gepfiffen worden." Als Lukasz Dreger nach 38 Minuten mit einer Grätsche das schon sichere zweite Tor von Oscar Schönfelder mit einer Rettungstat verhindert, freut sich das ganze Publikum mit ihm. Es sind diese Momente, die einen solchen Tag unvergesslich werden lassen. Und dann hatte die Allstar-Auswahl ja noch Paul Simon. Der Keeper des SV Gonsenheim erwischte einen Sahnetag und parierte gleich mehrere Schüsse der Mainzer Offensive, die erst zum Ende der ersten Hälfte aufdrehte. "Der war echt gut", befand 05-Trainer Sandro Schwarz nach dem Spiel. "Da hat er gut reagiert, gute Reflexe gezeigt."

https://cdn.fupa.net/news/jpeg/1200x800/TJd9Enmc9uQw3ABkX4KTlY3seLyKwNxZXxSD8tyx 2x"> FuPa-Redaktionsleiter Mike Dornhöfer (links) und Produktmanager David Jung (rechts) überreichen Paul Simon vom SV Gonsenheim die Trophäe als Man of the Match der FuPa-Auswahl.

FuPa-Redaktionsleiter Mike Dornhöfer (links) und Produktmanager David Jung (rechts) überreichen Paul Simon vom SV Gonsenheim die Trophäe als Man of the Match der FuPa-Auswahl. Foto: Walloch

In der zweiten Halbzeit fallen die Amateure auseinander - was der Stimmung keinen Abbruch tut

Mit 0:2 ging es für die Amateure in die Pause. Nach einer katastrophalen Anfangsphase nach Wiederanpfiff (die Allstars kassierten binnen zehn Minuten fünf Tore) ließ Keeper Tobias Schneider schon die Schultern hängen. Umso erfreulicher, dass auch der Mombacher Schlussmann sich in der Schlussphase noch mehrfach auszeichnen konnte. Trotzdem fallen einige Treffer zu einfach. Allstar-Coach Nelson Rodrigues war nach dem Spiel dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Jungs: "Man hat am Ende gesehen, dass wir etwas aus dem Konzept gekommen sind. Die 05er haben dann auch Ernst gemacht. Aber das Ergebnis ist heute zweitrangig. Hier waren unglaublich viele Zuschauer, die uns unterstützt haben. Ich glaube auch, dass die Mainzer den ein oder anderen Zuschauer heute dazu gewonnen haben."

Stimmung wie bei einem Klassentreffen

Die Leistung der FuPa-Auswahl wurde nach dem Spiel von allen Seiten gewürdigt. "Die Jungs haben das sehr gut gemacht", befand Stefan Hofmann, erster Vorsitzender des FSV. Überall stehen nach dem Abpfiff die Spieler der Allstars mit Spielern, Funktionären und Mitarbeitern der 05er zusammen. Man kennt sich. Es erinnert ein wenig an die Stimmung bei einem Klassentreffen. Stefan Hofmann erzählt zum Beispiel am FuPa-Mikro von der gemeinsamen Vergangenheit mit Rodrigues. "Ich war mal sein Trainer, Nelson als Kapitän mein verlängerter Arm auf dem Platz." Gemeinsam hat man vor langer Zeit in Bingen die Viererkette etabliert.  Auch Sandro Schwarz war bestens aufgelegt. "Spaß hat's gemacht. Die Allstars haben sich prima präsentiert, die haben glaube ich nur einmal vorher trainiert. Es ist ja auch nie einfach, als zusammengewürfelter Haufen. Dafür haben die das sehr gut gemacht und für die Leute hier war es auch sehr abwechslungsreich."  

Stefan Bell, der auf dem Platz einen guten Eindruck machte, versuchte sich in die Allstars hereinzuversetzen. "Allein schon auf dem Rasen im Bruchweg aufzulaufen, ist was ganz Besonderes – was man als Profi schnell mal vergisst.“ Er selbst ist auch im Amateurbereich aktiv, als Präsident des B-Ligisten FV Vilja Wehr im Kreis Ahrweiler. Man spürt einfach an diesem Tag: Die Profis mögen schwindelerregende Summen verdienen, aber sie alle haben ihre Wurzeln im Amateurbereich, weil jeder irgendwann in einem kleinen Verein angefangen hat. Und beim FuPa-Allstar-Game sind es jene Amateure, die sich ein Mal auf der großen Bühne zeigen konnten.