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MOMBACH - Es gab da diese eine Kabinenansprache, die ist Jonathan Trost besonders in Erinnerung geblieben. Mirko Vorih sprach zu den abstiegsbedrohten Landesliga-Fußballern des FC Fortuna Mombach. Der Mann, der dafür sorgt, dass es Kapitän Trost und seinen Teamkollegen an nichts fehlt. Der die Trainingsklamotten bereitlegt, die Hütchen vorbereitet und nach dem Spiel den Wäschesack mitnimmt. Vorih sprach und hatte Tränen in den Augen. „Hier stimmt es menschlich“, sagt Trost. „Daran lässt sich auch nicht arbeiten. Am Rest schon.“

Und am Rest müssen die Mombacher auch arbeiten. Mit elf Punkten steht das Team von Oliver Schmitt auf Rang 15. An diesem Sonntag (15 Uhr) geht es zum VfR Grünstadt, der sieben Zähler mehr auf dem Konto hat. „Wenn wir da gewinnen, fangen wir an zu jagen“, sagt Jonathan Trost. „Wenn nicht, dann wird es schwer.“

Auch der 22-Jährige hat in dieser Saison schon eine Ansprache gehalten. Mehr ging nicht. In der Vorbereitung im August holte sich der Mittelfeldmann einen Kreuzbandriss. Er schuftete: Physio, Krankengymnastik, Laufen. In Grünstadt macht er sein drittes Spiel in diesem Jahr, sein drittes Spiel in dieser Saison. „Es ist ein Erfolg, nach sieben Monaten wieder topfit zu sein“, sagt der Student, der bald mal Schüler in Sport und Biologie unterrichten wird.

Eine „eklige Zeit“ sei es gewesen, in der er draußen saß und als Zuschauer mit zu Auswärtsspielen fuhr. Parallel war auch Co-Kapitän Pascal Janke nicht fit. „Man hat gemerkt, dass da auf dem Platz jemand fehlt, der fußballerisch und mental vorangeht“, blickt Trost auf die mäßigen Mombacher Leistungen der Hinrunde. Und er weiß selber, dass es paradox klingt, aber dass er mit 22 Jahren einer der Erfahreneren im Team ist und genau deshalb – gerade jetzt im Abstiegskampf – den Anführer geben muss. „Wenn Verantwortliche, Trainer und Kapitän jetzt den Kopf hängen lassen, lässt auch die Mannschaft ganz schnell die Köpfe hängen“, sagt „Scholes“, wie sie ihn nennen, weil er der Legende von Manchester United doch etwas ähnlich sieht.